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    Physiotherapie
  Definition
Das Wort Physiotherapie setzt sich aus den griechischen Wörtern physio
(physio = Natur) und therapeia (therapeia = Behandlung, Begleiten) zu-
sammen. Physiotherapie ist eine Therapieform, die das natürliche Funk-
tionieren des Körpers durch natürliche Mittel (Wärme, Kälte, etc.) und Maß-
nahmen (Druck, Reibung, etc.) entsprechend des Beschwerdenbildes der
Patienten so weit wie möglich wiederherstellt.
1994 wurden die Begriffe "Krankengymnast/Krankengymnastik" umbenannt
zu Physiotherapeut/Physiotherapie: eine dem internationalen Sprachge-
brauch angepasste Bezeichnung.

Herkunft
Gezielte gymnastische und diätetische Erziehungsideale sind genauso wie
die erholsame und heilende Wirkung von Massage und Heilbädern aus der
Antike bekannt. Dies veränderte sich bis ins hohe Mittelalter kaum. Durch
kirchlichen Einfluss geriet der Körper in Vergessenheit. Erst in der Renais-
sance erwachten die Ideale der antiken wieder.

Vom Humanismus beeinflusst rückten u.a. auch die Bedürfnisse der er-
krankten Menschen in den Mittelpunkt medizinischer Betrachtung. Bis
dahin war die Medizin überwiegend für die wohlhabenden Menschen da.

Nicolas Andry (französischer Arzt und Begründer der Orthopädie, 1658-1742)
verschrieb bereits im 18. Jahrhundert spezielle gymnastische Übungen zur
Therapie und Prophylaxe.
Pehr Hendrik Ling (schwedischer Sportlehrer, 1776-1836) entwickelte aus
den Leibesübungen von u.a. Johann Guts Muths, Begründer der Pädago-
gischen Gymnastik in Deutschland, eine gezielte therapeutische Gymnastik.
Er kombinierte seine Behandlungen mit Massage für spezielle Muskel-
gruppen.

Albert Neumann (Berliner Arzt) brachte die "schwedische Heilgymnastik" nach
Deutschland und definierte den Beruf des "Gymnasten".

Der Bedarf an Behandlungen stieg, bedingt durch Kriege (1870-71, 1914-18
und 1939-45) und Zunahme der Arbeits- und Verkehrsunfälle und erweiterte
sich auf die Bereiche Chirurgie und Neurologie. Für die Behandlung von
Herz- und Lungenerkrankungen sowie rheumatologische Beschwerden fand
eine Rückbesinnung zu Heilbädern und der Kneipptherapie statt.

Was ist Physiotherapie?
Physiotherapie ist eine Therapieform von äußerlichen Maßnahmen, die eine
heilsame Wirkung auf den Patienten ausübt. Die physiotherapeutische Be-
handlung baut auf einer ausführlichen Befunderhebung auf und nutzt che-
mische, physikalische (Wärmezufuhr durch Eispackung), sowie mechanische
(manueller Druck bei einer Massage) Reize zur Wiederherstellung, Erhaltung
oder Förderung der Gesundheit. Dazu gehört auch ein verbessertes Ver-
ständnis der Funktionsweise des Körpers sowie eigenverantwortlicher
Umgang mit dem eigenen Körper.

Darüber hinaus fördert sie die Eigenständigkeit und Selbständigkeit des
Patienten und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Organismus. Dort wo
Selbständigkeit des Patienten nicht (mehr) zu erreichen ist, gehört es eben-
falls zu den Aufgaben Angehörige anzuleiten (z.B. nach einem Schlaganfall oder schwerem Autounfall).

Tätigkeitsbereiche der Physiotherapie

Funktionsstörungen am Bewegungsapparat nach Fehl- und Über-
belastung; Unfall- oder (Sport-) Verletzung oder durch Verschleiß
(Chirurgie und Orthopädie)

Belastbarkeitsförderung nach Funktionsstörungen an den Inneren
Organen (Innere Medizin)

Störungen der Bewegungsentwicklung und Bewegungssteuerung
nach z.B. einem Schlaganfall, Gangunsicherheit oder Nervenverletzung
(Neurologie, Pädiatrie)

Vorbereitende Geburtshilfe sowie anschließende Rückbildungs-
gymnastik, Beckenbodentraining (Gynäkologie)

Verbessern der Wahrnehmungs- und Entspannungsfähigkeit


Sportphysiotherapie
Eine sportphysiotherapeutische Betreuung bedeutet intensive Zusammen-
arbeit mit Sportlern und Trainern um optimale gesundheitliche und körper-
liche Voraussetzungen für Training und Wettkampf zu erreichen. Hierbei
werden verschiedene Behandlungstechniken der Physiotherapie angewandt,
um die körperliche Gesundheit der Sportler und Sportlerinnen wiederherzu-
stellen, zu erhalten oder zu optimieren.

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